FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Studienplatzklage

Sie können auf unsere langjährige Anwaltserfahrung vertrauen, dass wir Ihnen die optimalen Bewerbungs- und Klagestrategien für Ihr Studienfach und Ihre individuelle Situation empfehlen.

1) Muss ich mich bei der Hochschulstart (früher: ZVS) bewerben, um klagen zu können?
Ja und Nein. Die Studienplatzklage ist zwar grds. unabhängig von einer Hochschulstart-Bewerbung. Aber: Für die Klage gegen die Universitäten Hamburg, Lübeck, Kiel, Mainz sowie die baden-württembergischen Hochschulen ist sie erforderlich, für alle anderen Universitäten nicht. In jedem Fall ist eine Hochschulstart-Bewerbung, die auf die Studienplatzklage abgestimmt ist, zur Chancenoptimierung ratsam.

2) Kann ich auch gegen eine Universität klagen, die ich in der Hochschulstart-/AdH-Bewerbung nicht angegeben habe?
Ja. Die Studienplatzklage ist gegen nahezu alle Hochschulen möglich, egal ob Sie sie in der Hochschulstart-Bewerbung für das Auswahlverfahren der Hochschulen angegeben haben oder nicht. Ausnahme: Aufgrund einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von März 2011 kann man baden-württembergische Hochschulen nur noch bei Nennung in der Hochschulstart-Bewerbung verklagen. Für nahezu alle anderen Universitäten gilt dies erstmal nicht. Aber: Durch diese Neuregelung lassen sich bei strategischer Hochschulstart-Bewerbung die Studienplatzklage-Chancen durchaus erhöhen.

3) Kann ich während der Studienplatzklage ein anderes Fach studieren oder eine Ausbildung machen?
Ja. Eine Ausbildung hat keine Auswirkungen auf die Studienplatzklage, ebenso wie ein Studium an einer ausländischen Hochschule. Wenn Sie ein anders Fach in Deutschland studieren oder studiert haben, dann ergeben sich ggf. Änderungen in der Klagestrategie, jedoch ist die Studienplatzklage auch in diesem Fall ohne Weiteres möglich.

4) Ich habe in meinem Wunschfach schon einmal einen Studienplatz gehabt. Kann ich jetzt erneut klagen?
Nein. Wenn Sie bereits früher einmal eine Zulassung in dem gewünschten Studiengang hatten und diesen Platz nicht angenommen bzw. wieder aufgegeben haben, dann können Sie für dieses Fach nicht mehr klagen. Sie können aber für jedes andere Fach eine Studienplatzklage beginnen.

5) Welche Voraussetzungen hat eine Studienplatzklage? Kann ich meine Chancen irgendwie verbessern?
Die Studienplatzklage setzt voraus, dass Sie

- die deutsche Staatsangehörigkeit oder eine EU-Staatsangehörigkeit haben
- ein deutsches oder in Deutschland anerkanntes Abitur haben (egal welche Note!)
- in dem Wunschfach noch nie einen Studienplatz in Deutschland hatten

Weitere Kriterien, z.B. eine abgeschlossene Berufsausbildung, Praktika etc. erhöhen Ihre Chancen nicht. Es kommt allein auf die Fehler der Universitäten an, die wir in der Studienplatzklage aufdecken.

6) Kann ich auch als Ausländer klagen?
Ja. Wenn Sie eine EU-Staatsangehörigkeit haben, dann werden Sie wie deutsche Staatsangehörige behandelt. Wenn Sie eine andere Staatsangehörigkeit haben, jedoch in Deutschland Abitur gemacht haben, ist dies ebefalls an den meisten Universitäten problemlos möglich.

7) Wie groß sind meine Erfolgschancen in der Studienplatzklage?
Das hängt davon ab, welche Universitäten und wieviele Universitäten Sie verklagen. In den medizinischen Studiengängen empfehlen wir mindestens acht Hochschulen parallel zu verklagen, im Optimalfall bis zu zwölf Hochschulen. Im Fach Psychologie sollten Sie mindestens fünf, am besten acht Universitäten parallel verklagen. Außerdem sollten Sie nicht wahllos Hochschulen aussuchen, sondern auf unsere Einschätzung vertrauen, bei welchen Universitäten die Chancen in dem jeweiligen Semester am größten sind. Jedes Semester ändern sich Voraussetzungen, so dass Sie sich nicht von den Ergebnisses vergangener Semester und Berichten im Internet, von Freunden etc. irreführen lassen sollten. Sprechen Sie lieber mit uns!

8) Wieviele Studienplätze gab es in den letzten Semestern?
In den medizinischen Studiengängen und anderen zulassungsbeschränkten Fächern wurden mehrere hundert Studienplätze durch die Studienplatzklagen aufgedeckt und an Studienplatzkläger vergeben. Dabei sind es nahezu jedes Semester andere Universitäten, bei denen der Großteil der Studienplätze aufgefunden wird.

9) Wer verteilt die aufgefundenen Studienplätze?
Das Verwaltungsgericht. Wenn mehr Kläger als aufgefundene Studienplätze vorhanden sind (und das ist in den medizinischen Studiengängen immer der Fall!), dann ordnen die Gerichte in der Regel Losverfahren an, die zwischen all denen durchgeführt werden, die in diesem Fach, in diesem Semester, gegen diese Universität geklagt haben und in der Klage alles richtig gemacht haben. Das ist auch der Grund, weshalb Sie parallel gegen mehrere Universitäten klagen sollten: Sie erhöhen dadurch Ihre Chancen erheblich, dass Sie an einer dieser Hochschulen den gewünschten Studienplatz erhalten. Aber: Nicht bei allen Hochschulen ist es sinnvoll zu klagen, so dass "Viel hilft viel" nicht stimmt. Auf die Auswahl kommt es nämlich auch an.

10) Wie lange dauert eine Studienplatzklage?
Die Studienplatzklage dauert – trotz Eilverfahren – einige Zeit. Realistisch ist eine Verfahrensdauer von einem Semester in den medizinischen Studiengängen, im Fach Psychologie und anderen Fächern geht es meistens schneller. Sobald Sie Ihren Studienplatz durch Gerichtsbeschluss bekommen haben, können Sie anfangen. Wenn das Semester schon fortgeschritten sein sollte, können Sie zum darauf folgenden Semester ganz normal beginnen. Immerhin: Es ist besser, ein Semester bei der Studienplatzklage zu warten, als bis zu elf Semester bei der ZVS/Hochschulstart warten zu müssen!

11) Habe ich bei einer Studienplatzklage evt. Nachteile an der Universität?
Nein. Sie werden nicht „gebrandmarkt“ oder abgestempelt. Zum einen streiten wir nicht mit den Professoren, sondern mit der Uni-Verwaltung. Ihre Dozenten wissen in der Regel gar nicht, dass Sie sich eingeklagt haben. Einige Medizinprofessoren führen übrigens selbst Studienplatzklagen für ihre Kinder durch. Zum anderen sind die Universitäten gute Verlierer. Das müssen Sie auch sein, denn mit der Studienplatzklage machen Sie Ihr Grundrecht aus Art. 12 des Grundgesetzes geltend. Demjenigen, der erfolgreich sein Grundrecht geltend macht, dürfen und werden auch tatsächlich keine Nachteile entstehen. Darauf können Sie sich verlassen.

12) Wann sollte ich die Studienplatzklage planen?
Möglicht früh, am besten parallel mit Ihrer "normalen" Studienplatz-Bewerbung und vor Erhalt des Hochschulstart-Ablehnungsbescheides. Fragen Sie uns einfach!

Möchten Sie weitere Informationen zur Studienplatzklage? Zu den genauen Kosten, zum Ablauf und zu den Fristen? Dann fordern Sie einfach hier unsere kostenfreien Info-Blätter mit ausführlichen Informationen an!